Professionell wirken im Job: Wie Grooming, Kleidung und Haarstyling zum Arbeitsalltag passen

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Für den ersten Eindruck zählt weniger Mode als Zuverlässigkeit. Im Berufsalltag wirken Menschen überzeugender, wenn ihr Auftreten zu ihrer Rolle passt. Das gilt im Kontakt mit Kunden ebenso wie in der Zusammenarbeit im Team oder in Führungsfunktionen.

Was heißt im Job jetzt „professionell“?

Professionell wirkt, was bewusst gewählt ist und konsistent bleibt. Ein Outfit muss nicht teuer sein, es muss passen. Ein Haarschnitt muss nicht aufwendig sein, er muss gepflegt sein. Der Haken an der Sache?

Die weitgehende Übereinstimmung vieler Eindrücke macht sich durchaus an drei Kriterien fest: an Ordnung, Passform und Anlassgerechtigkeit.

Ordnung bedeutet nicht steril, sondern stimmig. Sauberere Kanten, intakt gehaltene Materialien, gut gepflegte Details. Passform meint, das Tragende wird weder zu eng noch zu weit, Frisur und Styling nehmen die Eigenart der Haarstruktur ernst. Anlassgerechtigkeit meint die Übereinstimmung mit der Situation und der Rolle. Ein Vortrag, ein Bewerbungsgespräch, ein Tag im Außendienst stellen unterschiedliche Ansprüche. Wer diese Logik verinnerlicht hat, wirkt nicht „hergerichtet“, sondern vorbereitet.

Eine sehr gutes Vorgehen ist es, Erscheinungsbild als Teil der Arbeitsorganisation zu sehen. Pflege und Styling sind dann keine spontanen Aufgaben, sondern ganz planbare Bausteine. Die Terminplanung spielt dabei eine Rolle, etwa für Schnitt, Farbe oder Bartpflege. Wer Abläufe im Salonalltag digital organisieren möchte, hat mit z.B. Planity Pro einen Anknüpfungspunkt für die Branche, ohne damit eine Empfehlung für einen bestimmten Stil auszusprechen.

Haare, Bart, Haut und Details

Grooming im Business ist kein Selbstzweck, sondern eine Form nonverbaler Kommunikation. Dabei sind Haare und Bart am auffälligsten, weil sie direkt im Gesicht sind und im Gespräch ja kaum „übersehen“ werden können. Ein Schnitt, der zur Kopfform und Haarstruktur passt, wirkt meist stärker als jeder Trendlook, der viel Stylingzeit braucht und nach zwei Wochen unkontrolliert herauswächst.

Daher sind in vielen Rollen „wachstumsfreundliche“ Schnitte sinnvoll. Das heißt, die Form bleibt auch nach Wochen noch stimmig, tägliches Styling bleibt realistisch. Bei feinem Haar helfen häufig klare Konturen und weniger radikale Stufen. Bei dickem Haar kann kontrollierte Entlastung verhindern, dass die Frisur schwer wirkt. Bei Naturwelle und Locken ist die Schnitttechnik wichtig, weil die Länge von Sprungkraft abhängig ist und bei Wetterwechsel das Ergebnis sich ändert.

Konsequenz statt Verkleidung

Im Businessbereich wird gerne zu sehr in „seriös“ versus „modisch“ gedacht. In der Praxis wirkt ein Look dann überzeugend, wenn er zur Branche passt und zur Person. Wer sich verkleidet, ist in der Regel unsicherer, bewegt sich ungeschickter und wirkt dadurch weniger professionell, obwohl die Kleidung an sich objektiv „stimmt“.

Daher ist eine kleine Stilbasis sinnvoll. Wenige Teile, die sich gut kombinieren lassen, in Farben und Schnitten, die dem eigenen Typ entsprechen. Ziel ist nicht maximale Variation, sondern Planbarkeit. Gerade bei vollem Terminkalender macht das den Unterschied. Wenn man morgens nicht entscheiden muss, spart das Kraft und man umgeht Kompromisse.

Das Zusammenspiel mit Haar und Make-up wird häufig unterschätzt. Ein stark geschnittener Look, der mit starkem Outfit kombiniert wird, erscheint schnell hart, ein weicher Schnitt, der mit weicher, strukturierter Kleidung kombiniert wird, kann ausbalancieren. Auch hier hilft das Fragen nach: welche Wirkung soll entstehen. Kompetent, nahbar, kreativ, autoritativ, technisch? Jede Antwort bestimmt etwaige Details wie Scheitel und Volumen, Brille und Schmuck, Farbkontraste.

Vorbereitung ist auch auf Ausnahmetage wichtig. Konferenz, Kundentermin,Interview. Diese Tage benötigen oft mehr Puffer, weil Kleidung, Haare und Accessoires stimmig sein sollen und Zeitdruck die Fehlerquote erhöht. Wer das einmal als Standardprozess sieht, kann sich auch eine kleine Checkliste anlegen und den Aufwand kalkulierbar machen.

Benjamin Krischbeck
Benjamin Krischbeckhttps://7trends.de
Benjamin Krischbeck, Jahrgang 1977, lebt mit seiner Familie in Augsburg. Als freier Journalist schrieb er bereits für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, taz – die tageszeitung, Berliner Zeitung, Spiegel Online und die Süddeutsche Zeitung. Der studierte Wirtschaftsjurist liebt ortsunabhängiges Arbeiten. Mit seinem Laptop und Coco (Zwergpinscher) ist er die Hälfte des Jahres auf Reisen.

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